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Tipps
& Trix für Antifas Ihr wollt was gegen Nazis machen und habt Kritik an den bestehenden kapitalistischen Verhältnissen? Dann schließt euch zusammen und macht was dagegen! Dieser Artikel soll euch einige Tipps für die linke Praxis geben. Allein machen sie dich ein ... Um wirklich
was auf die Beine zu stellen, ist es notwendig sich zu organisieren,
das heißt, sich mit anderen zusammenzuschließen, sich
regelmäßig zu treffen usw. Entweder nehmt ihr Kontakt zu
einer bestehenden Antifagruppe auf (Adressen gibt es hier) oder ihr
startet selbst eine Gruppe. Was tun! Sich
an Demonstrationen zu beteiligen ist zum Beispiel ein guter Anfang
um Kontakte zu knüpfen und in Erscheinung zu treten. Oft gibt
es ja in einzelnen Bezirken Bündnisse gegen Rechts oder einen
Vorbereitungskreis, an dem Ihr teilnehmen könnt. Termin und Ort
von solchen Veranstaltungen könnt ihr beim Infotelefon G.A.R.F.I.E.L.D.(06272/3559)
erfahren oder auf ainfos.de nachlesen. Wenn Ihr auf eine Demonstration geht, dann nicht alleine, weil erstens ist es zusammen lustiger und zweitens sicherer! Achtet aufeinander und hakt euch gegenseitig unter, damit die Bullen nicht einzelne aus der Demo ziehen können. Ganz wichtig, versucht immer ausgeruht und fit zu sein, ordentlich zu frühstücken und feste Schuhe an zu ziehen. Bier und alle anderen Arten von Drogen haben auf einer Demo oder auf einer Aktion absolut nichts zu suchen, die behindern nur deine Reaktion und gefährden dich und andere. Oftmals finden bei Demos Vorkontrollen statt, bei der die Bulle euch durchsuchen. Abgenommen werden an den Kontrollen meist: alle Vermummungsgegenstände, passive "Bewaffnung" (dazu zählen Arm- und Knieschützer, Nietenarmbänder usw.) und alles was als Waffe benutzt werden könnte. Leider kommt es oft auch zu Festnahmen, wenn ihr welche beobachtet, versucht den Namen und das Geburtsdatum der Festgenommenen herauszubekommen und meldet euch beim Ermittlungsausschuß (die Nummer bekommt ihr vor Ort gesagt). Wenn ihr festgenommen werdet seid ihr nur verpflichtet euren Namen, eure Adresse und Geburtsdatum anzugeben, also alle was auch auf eurem Personalausweis steht. Alle weiteren Fragen der Polizei müßt und solltet ihr nicht beantworten. Außerdem habt ihr das Recht auf einen Telefonanruf. Mangels Platz können wir hier leider nur einige wenige Ratschläge geben, doch wir hoffen, daß euch diese Tipps ein wenig weiter helfen konnten. Wenn ihr Hilfe oder Unterstützung braucht, oder einfach Lust habt in einer der vielen Antifagruppen mitzuarbeiten, dann meldet euch. Zusammen heben wir die Welt aus den Angeln! [Antifa JugendInfo, November 1999] |